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20. Todestag von Erzbischof Marcel Lefebvre

lefebvreHeute vor 20 Jahren verstarb S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre (* 29. November 1905).

Einer seiner zahlreichen bemerkenswerten Aussagen, die mich zutiefst beeindruckten:

Und darum möchte ich sagen: Bewahren wir das Vertrauen in das Papsttum, bewahren wir das Vertrauen in den Nachfolger Petri, insofern er eben Nachfolger Petri ist. Sollte er aber aus irgendeinem Grund seinem Amt nicht in vollkommener Weise treu sein, dann müssen wir den getreuen NachfolgerPetri treu bleiben und nicht dem, der nicht mehr ein getreuer Nachfolger Petri wäre. Das ist das Entscheidende, denn auch er ist verpflichtet, uns das Glaubensgut zu übermitteln.

Deshalb, meine lieben Freunde, bleiben Sie treu, halten Sie treu zu Jesus Christus, treu zur allerseligsten Jungfrau Maria, treu zum Papst, dem Nachfolger Petri, insofern er sich als NachfolgerPetri zeigt, denn das ist er ja und dessen bedürfen wir. Wir gehören nicht zu jenen, die mit der Autorität der Kirche, mit dem Nachfolger Petri brechen wollen. Aber wir gehören auch nicht zu jenen, die mit der zweitausendjährigen kirchlichen Tradition, mit den Nachfolgern Petri von zwei Jahrtausenden brechen wollen.

Wir haben gewählt. Wir haben uns entschlossen, der Lehre der Päpste während zwanzig Jahrhunderten gehorsam zu sein, und können es nicht glauben, daß derjenige, der den Stuhl Petri innehat, alle diese Realitäten nicht lehren will; es übersteigt unsere Fassungskraft. Wenn das trotzdem so wäre, nun, so wird Gott ihn richten. Wir können uns aber nicht dem Irrtum unterwerfen, nur weil die Kette der Nachfolger Petri eine Bruchstelle aufweist.

Wir wollen den Nachfolgern Petri, die uns das Glaubensgut übermitteln, treu bleiben. Und damit sind wir auch der katholischen Kirche treu. Bleiben wir in der katholischen Kirche, dann werden wir nie Anlaß zu einem Schisma geben können. Das ist unmöglich, denn in dem Maß, in dem wir uns eben an diese zweitausendjährige Tradition der Kirche, an diesen zweitausendjährigen Glauben der Kirche halten, ist es unmöglich, Ursache für ein Schisma zu sein. Das gibt uns ja gerade die sichere Gewähr, daß wir die Gegenwart und die Zukunft besitzen, wie ich vorhin gesagt haben: „Jesus Christus heri, hodie et in saecula“. Es ist unmöglich, die Vergangenheit von der Gegenwart und der Zukunft zu trennen. Wir stützen uns auf die Vergangenheit und sind damit sicher, auch die Gegenwart und die Zukunft in Händen zu haben.

Predigt am 18. September 1977 in Ecône 1)Damit die Kirche fortbestehe. S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre der Verteidiger des Glaubens, der Kirche und das Papsttums. Dokumente, Predigten und Richtlinien. Eine historische Dokumentation, Stuttgart, Priesterbruderschaft St. Pius X. 1992, Seite 252.

Das Buch, in dem ich die Predigt fand, sollte jeder lesen, der die Position des Erzbischofs damals und die Position der Piusbruderschaft heute wirklich verstehen will.

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1. Damit die Kirche fortbestehe. S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre der Verteidiger des Glaubens, der Kirche und das Papsttums. Dokumente, Predigten und Richtlinien. Eine historische Dokumentation, Stuttgart, Priesterbruderschaft St. Pius X. 1992, Seite 252.