Archiv der Kategorie: Katholisches

Heilige Messen – Meßorte & Termine

Eine neue Internetseite gibt Auskunft über alle Meßorte, an denen in der Bundesrepublik Deutschland die Heilige Messe in der überlieferten Form des Römischen Ritus zelebriert wird.
Sie schließt eine Lücke. Bisher gab es verschiedene Seiten, die im Internet über Meßorte informierten. Keine war jedoch vollständig. Die verschiedenen Gemeinschaften (Institut Christus König und Hoherpriester, Piusbruderschaft, Petrusbruderschaft, u.a.m.) geben auf ihren Seiten nur Auskunft über die jeweils eigenen Meßorte. Internetseiten von Laieninitiativen geben zusätzlich Auskunft über Meßorte, an denen Diözesanpriester im überlieferten Ritus zelebrieren, berücksichtigen aber nicht die Meßorte aller altrituellen Gemeinschaften. Heilige Messen – Meßorte & Termine weiterlesen

Gott in den Mittelpunkt rücken

Mein heutiger Leserbrief in der WN und Grevener Zeitung. Beachte am Ende auch die weiterführende Anmerkung und die Links am Ende des Beitrags.

Dem Ehepaar Ahlert wird mit dem Abriss sein Lebensmittelpunkt genommen. Daß sie darüber verärgert und traurig sind ist verständlich. Aber Tatsache ist doch leider, daß „nur“ noch die äußeren Hüllen (Gebäude) verschwinden. Kirche findet bereits seit Jahrzehnten kaum noch statt. Wir leben in der größten Glaubens- und Kirchenkrise der Kirchengeschichte. Die Messe ist zum Event verkommen in dem sich der Mensch in den Mittelpunkt stellt. Das Profane in den Gottesdiensträumen, in den liturgischen Gewändern und in der Liturgie ist unwürdig und abstoßend und fördert, wie wir nach 50 Jahren immer mehr feststellen müssen nicht den christlichen Glauben. Gott in den Mittelpunkt rücken weiterlesen

Das Verständnis der aktuellen Krise besteht nicht in den im Internet kolportierten Gerüchten

Das Wesentliche, was Bischof Fellay unter der Überschrift „Die Priesterbruderschaft St. Pius X. und die ‚doktrinelle Präambel‘“ sagt ist:

„Das Verständnis der aktuellen Krise besteht nicht in den im Internet kolportierten Gerüchten – ebenso wenig wie die Lösungen in politischer Schlauheit oder diplomatischen Verhandlungen bestehen. Man muss diese Krise aus dem Glauben heraus sehen.“

Liest man die Reaktionen auf Fellays Interview fällt auf, daß nicht wenige in der katholischen Kirche, zumindest der deutschen, darunter auch gerade „katholische“ (vor allem die unseriösesten) Medien an einem Scheitern interessiert zu sein scheinen. Es ist fast schon kurios: Eine mögliche Einigung scheint nicht „correct“ zu sein bei den „katholischen“ Internet-Medien und Medjugorje-Betrügern.

Katholisches.info scheint wohl das einzige Medium zu sein, das in der Lage ist, seriös zu berichten.

(Bild: Dieter Volkerts)

Aus Anlaß der Firmung benutze der Bischof heute einen Barockkelch aus dem Kirchenschatz

Aus Anlaß der heutigen Firmung zelebrierte Bischof Friedrich Ostermann das heilige Meßopfer mit einem silbervergoldeten Barockkelch Prager Herkunft aus dem Kirchenschatz von St. Aegidii.

Das besondere Meisterwerk mit Emailbildchen, Halbedelsteinen und Filigran geschmückt, gehörte ursprünglich dem Zisterzienserkloster Neuzelle bei Frankfurt an der Oder. 1831 gelangte der Kelch auf ungeklärte Weise zur Martinskirche nach Münster. Der vom Prager Goldschmied Michael Josef Cocsell gefertigte Kelch trägt das Wappen des Neuzeller Abtes Conrad Proche (1703-1727).

Der Kelch war der unter dem Fuß angebrachten Inschrift zufolge 1831 im Besitz des Minoriten Aloys Joseph Schmedding, Kuratpriester an St. Martini in Münster. Gegenstück zu diesem Kelch gibt es in St. Martini (Münster) und St. Clemens (Tegte).

Irr- und Unglauben

Thomas Vor einigen Tagen wurde auf Wunsch des Gegenübers eine Diskussion über Wahrheit, Glauben und Vernunft beendet. Der Diskussionspartner  (die Dikussion fand per E-Mail statt) gehört einer Sekte mit extrem protestantischen Positionen an, ist aber nach eigenem Bekenntnis kein Protestant sondern „Wiedergeborener“. Bei den Schriften (Betanien Verlag, Chick-Gospel) aus dem Umfeld der „Wiedergeborenen“ sind zwei Dinge, zwei typische Dinge von Un- und Irrglauben, zutreffend: Irr- und Unglauben weiterlesen

20. Todestag von Erzbischof Marcel Lefebvre

lefebvreHeute vor 20 Jahren verstarb S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre (* 29. November 1905).

Einer seiner zahlreichen bemerkenswerten Aussagen, die mich zutiefst beeindruckten:

Und darum möchte ich sagen: Bewahren wir das Vertrauen in das Papsttum, bewahren wir das Vertrauen in den Nachfolger Petri, insofern er eben Nachfolger Petri ist. Sollte er aber aus irgendeinem Grund seinem Amt nicht in vollkommener Weise treu sein, dann müssen wir den getreuen NachfolgerPetri treu bleiben und nicht dem, der nicht mehr ein getreuer Nachfolger Petri wäre. Das ist das Entscheidende, denn auch er ist verpflichtet, uns das Glaubensgut zu übermitteln.

Deshalb, meine lieben Freunde, bleiben Sie treu, halten Sie treu zu Jesus Christus, treu zur allerseligsten Jungfrau Maria, treu zum Papst, dem Nachfolger Petri, insofern er sich als NachfolgerPetri zeigt, denn das ist er ja und dessen bedürfen wir. Wir gehören nicht zu jenen, die mit der Autorität der Kirche, mit dem Nachfolger Petri brechen wollen. Aber wir gehören auch nicht zu jenen, die mit der zweitausendjährigen kirchlichen Tradition, mit den Nachfolgern Petri von zwei Jahrtausenden brechen wollen.

Wir haben gewählt. Wir haben uns entschlossen, der Lehre der Päpste während zwanzig Jahrhunderten gehorsam zu sein, und können es nicht glauben, daß derjenige, der den Stuhl Petri innehat, alle diese Realitäten nicht lehren will; es übersteigt unsere Fassungskraft. Wenn das trotzdem so wäre, nun, so wird Gott ihn richten. Wir können uns aber nicht dem Irrtum unterwerfen, nur weil die Kette der Nachfolger Petri eine Bruchstelle aufweist.

Wir wollen den Nachfolgern Petri, die uns das Glaubensgut übermitteln, treu bleiben. Und damit sind wir auch der katholischen Kirche treu. Bleiben wir in der katholischen Kirche, dann werden wir nie Anlaß zu einem Schisma geben können. Das ist unmöglich, denn in dem Maß, in dem wir uns eben an diese zweitausendjährige Tradition der Kirche, an diesen zweitausendjährigen Glauben der Kirche halten, ist es unmöglich, Ursache für ein Schisma zu sein. Das gibt uns ja gerade die sichere Gewähr, daß wir die Gegenwart und die Zukunft besitzen, wie ich vorhin gesagt haben: „Jesus Christus heri, hodie et in saecula“. Es ist unmöglich, die Vergangenheit von der Gegenwart und der Zukunft zu trennen. Wir stützen uns auf die Vergangenheit und sind damit sicher, auch die Gegenwart und die Zukunft in Händen zu haben.

Predigt am 18. September 1977 in Ecône 1)Damit die Kirche fortbestehe. S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre der Verteidiger des Glaubens, der Kirche und das Papsttums. Dokumente, Predigten und Richtlinien. Eine historische Dokumentation, Stuttgart, Priesterbruderschaft St. Pius X. 1992, Seite 252.

Das Buch, in dem ich die Predigt fand, sollte jeder lesen, der die Position des Erzbischofs damals und die Position der Piusbruderschaft heute wirklich verstehen will.

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1. Damit die Kirche fortbestehe. S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre der Verteidiger des Glaubens, der Kirche und das Papsttums. Dokumente, Predigten und Richtlinien. Eine historische Dokumentation, Stuttgart, Priesterbruderschaft St. Pius X. 1992, Seite 252.

Das Dilemma der Priesterbruderschaft St. Petrus

Wappen-FSSPVermutlich ohne es zu wollen, offenbart Pater Engelbert Recktenwald im neuen Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus das Dilemma, in dem die Gemeinschaft sich seit ihrer Gründung befindet und seitdem darin verharrt.

Ursprung für die Ausführungen von Pater Recktenwald ist die, in der Art und Weise eher peinlich vorgetragene, Kritik vom Piusbruder Pater Andreas Steiner, daß die Petrusbruderschaft in einer Messe Geld sammelte für den ökumenischen Kirchentag in München. Das Dilemma der Priesterbruderschaft St. Petrus weiterlesen

Leserbrief: Die tridentinische Messe ist immer noch die katholische Messe

IMG_3428Der Bonner General-Anzeiger veröffentlichte heute meine Leserbrief, leider ohne Überschrift, da die weiteren Zuschriften zum Brief: „Ausdruck der Bandbreite der Kirche“ unter eine Überschrift gestellt wurden.

Die tridentinische Messe ist immer noch die katholische Messe

In oben genannten Brief kritisiert P. Karl Oerder den Begriff „Showmaster“ in Zusammenhang mit dem Neuen Meßritus und nennt diese Darstellung „ungesunde Polemik“ um dann weiter auszuführen, daß seine Mitbrüder und er bemüht sind, eine „mühevolle und schwierige Seelsorge“ in der heutigen schwierigen Zeit zu meistern. Das letztere trifft mit Sicherheit zu und die meisten derjenigen, die den Begriff „Showmaster“ verwenden, ist bewußt, daß die „Mißbräuche“ in der Neuen Liturgie zwar zunehmend, aber Einzelfälle sind und sonst die Priester bemüht sind, eine würdevolle Messe zu feiern, soweit das überhaupt möglich ist. Trotzdem ist der Begriff „Showmaster“, auch wenn er weh tut, für die Neue Messe sehr zutreffend. Als junger Mann konvertierte ich vor 14 Jahren zum katholischen Glauben. Zuvor war ich kurzzeitig evangelisch. Da fragte ich mich gedanklich, wo denn noch Unterschiede zwischen dem evangelischen und dem katholischen Gottesdienst sind. In beiden findet der gläubige Christ kaum die Ruhe und die Muße die zum Gebet, zur Anbetung Gottes, notwendig ist. Man „eilt“ von Programmpunkt zu Programmpunkt und gerade die laute Landessprache macht ein persönliches Gebet, unmöglich. Das Profane in den Gottesdiensträumen, in den liturgischen Gewändern und in der Liturgie erschreckt mich und ich empfinde es unwürdig und abstoßend. Wesentliche Gründe meiner Konversion waren plötzlich verschwunden. Leserbrief: Die tridentinische Messe ist immer noch die katholische Messe weiterlesen