Irr- und Unglauben

Thomas Vor einigen Tagen wurde auf Wunsch des Gegenübers eine Diskussion über Wahrheit, Glauben und Vernunft beendet. Der Diskussionspartner  (die Dikussion fand per E-Mail statt) gehört einer Sekte mit extrem protestantischen Positionen an, ist aber nach eigenem Bekenntnis kein Protestant sondern „Wiedergeborener“. Bei den Schriften (Betanien Verlag, Chick-Gospel) aus dem Umfeld der „Wiedergeborenen“ sind zwei Dinge, zwei typische Dinge von Un- und Irrglauben, zutreffend:

Es gehörte schon immer zur Strategie des Teufels, die Gutwilligen mit einem falschen Glauben zu blenden, um durch die so Verblendeten viele zu verführen. In der wahren Gottheit Christi merkten sie allesamt nicht, wie hochmütig ein Mensch handelt, der sich ein Urteil anmaßt über das, was Gott tut oder nicht tut, was er kann oder nicht kann. Sie alle haben vor allem verkannt, daß die unfaßbare Demut Gottes, die sich in der Menschwerdung des Gottessohnes und dann noch erschütternder in seinem Leiden zeigt, uns erst die Ahnung vermittelt von der wahren Größe Gottes.

(Predigt Pfr. Hesselmann, 9. Oktober 2011 St. Aegidii Münster, 17. Sonntag nach Pfingsten)

Die Irr- und Ungläubigen sind gewöhnlich in den größten Vorurteilen befangen gegen die wahre Religion, von der sie nur ein Zerrbild haben. Schon Tertullian forderte den heidnischen Kaiser auf, ihn auch nur einen einzigen Heiden zu nennen, der die katholische Religion gründlich kennengelernt habe, ohne selbst Christ zu werden. Er rief ihm zu: „Prüfet, so wie ich geprüft habe, und ihr werdet glauben, wie ich glaube.“  1)Die Kirche nimmt sich insbesonders in der Karfreitagsliturgie mit den großen Fürbitten der Irr- und Ungläubigen an.

(van Acken, Bernhard: Konvertiten-Katechismus, 17. Auflage, Paderborn 1964)

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1. Die Kirche nimmt sich insbesonders in der Karfreitagsliturgie mit den großen Fürbitten der Irr- und Ungläubigen an.

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